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Spielberichte Saison 2018/19

8. Spieltag: TSV Seifersdorf - SpG Braunsdorf 2/Mohorn 2. 2:0 (1:0)

TSV Seifersdorf - SpG Braunsdorf 2/Mohorn 2           2:0 (1:0)                20.10.2019

Nur noch knapp zwei Monate oder besser gesagt 61 Tage bis zum Weihnachtsfest. Schon jetzt stehen die Abteilungen in diversen Discounterketten voll mit Gebäck und anderen Süßigkeiten. Trotzdem kommt bei mir noch keine Stimmung für das Fest auf. Vielleicht liegt es daran, dass gestern ein
3-jähriger ein T-Shirt trug, auf dem geschrieben stand: „Der Weihnachtsmann existiert nicht, aber das ist okay, denn ich kann eh nicht lesen“. Dazu sag ich nur so viel: Auch Menschen können Nebenwirkungen verursachen. Einige Herzklopfen, andere aber Bauchschmerzen oder Brechreiz.


Am letzten Sonntag standen sich auf dem Seifersdorfer Waldsportplatz unsere Mannen und die Akteure der SG 90 Braunsdorf 2/ Mohorn 2 gegenüber. Die Gäste schlugen am vergangen Wochenende die Reservemannschaft von Gorknitz und reisten mit breiter Brust an die Luv-Seite der Erashöhe.

14 Akteure standen dem Trainerteam um Herrmann, Schmidt und Lommatzsch zur Verfügung. Sie sollten an die gute Leistung in Pesterwitz anknüpfen und weitere drei Punkte an die Talsperre holen.

Wieder einmal ereigneten sich in der Woche vor dem Anstoß verschiedene Kuriositäten die nachfolgend Aufführung finden.

- Außenverteidiger Deutsch, welcher letzte Woche noch beim Adventure Walk durch die Sächsische Schweiz über eine Distanz von 50km mitmachte, ließ aufgrund eintretender Bräune und der Einstellung des Streckenrekordes seine DNA professionell testen. Diese teilten ihm ein interessantes Ergebnis mit. Sein hoher Kakaokonsum und seine Arbeit als Kupferzerrspannungsmechaniker zeigen Auswirkungen auf seinen Teint. Sie begründen die roten Haare und die gut gebräunte Haut.

- Eigentorerzielungsspezialist Pschorn schleppte sich mit einem Virus durch den Urlaub. Kritiker meinten, es handelte sich eine besondere Art von Lokalkneipenpatriotismus und Antiworkaholicssyndrom ein.

- Unser freudiger Debattierkreis „noch hellgrün hinter den Löffeln“ bestehend aus Herlt, Muschter und Alex reisen derzeit durch die Republik und verzaubern die weiblichen Fangirls mit Selfies auf öffentlichen Toiletten. So verbrachte ich gestern Abend zehn Minuten meiner wertvollen Zeit, ihre letzten Storyveröffentlichungen auf Instagram durch zu snappen.

- Liebl reiste vor dem Spiel mit seinem Automobil, der Marke mit den vier olympischen Ringen an. Die Heckscheibe zierte ein neuer Aufkleber mit dem Wortlaut: „Ich fahre mit meinem A7 auf der A7, da du Assi bist“.

An dieser Stelle möchte ich besonders hervorheben, dass keiner unserer Kicker zum falschen Treffpunkt/ zur falschen Uhrzeit am Platz stand. Sonst heißt es immer, egal wo du ihm den Treffpunkt sagst, Ingo wartet ANDERBRÜGGE!

Trainer Schmidt ließ auf dem YouTube Channel von Sky Sports HD die Spielprognose aus seinem Wohnzimmer anklingen. „Ich habe mich soeben gewogen, laut der Wasserwaage liege ich perfekt auf der Couch. Wir müssen wieder eine starke Leistung abrufen. Nicht umsonst verlor der Gegner erst ein Spiel in der laufenden Serie. Am besten wäre ein schnelles Tor, um die ersten Lichter auszuschalten.“ Auf die Gegenfrage, wo dann das Licht hin sei, antwortete er kurz und trocken: „in meinem Kühlschrank“.
Auf die Frage, wie er die anfängliche Müdigkeit aus den letzten Partien unterbinden will. Schilderte er poetisch: „wer am Morgen verknittert aufsteht, hat am Tag die besten Entfaltungsmöglichkeiten.“


Pünktlich um 15 Uhr pfiff der Referee Cubéus vor rund 70 Zuschauern die Partie an. Die ersten Minuten zeichneten sich durch gegenseitiges Abtasten und erste Torannäherungen auf beiden Seiten aus. Wir benötigten einige Minuten, um dem Braunsdorfer Forechecking entgegenzuwirken und erste Nadelstiche durch Alex und Herlt zu setzten (11. und 13. Minute). In der 19. Spielminute dribbelte Alex drei Leute der Braunsdorfer Kette aus und schickte diese zum Sortieren der schwarzen Filzstifte nach Farbe. Sein punktgenaues Abspiel fand Ziegler. Dieser fackelte nicht lange und zog unhaltbar für den gegnerischen Hüter von der rechten 16ner-Kante ins lange Eck ab.

Keine fünf Zeigerumdrehungen später ließ sich Liebl im rechten Halbfeld nur noch per Foulspiel stoppen. Den fälligen Freistoß schaufelte Richter haargenau auf den Fuß von Alex. Dieser vergab aus fünf Metern die große Chance auf den Führungsausbau und scheiterte am Querbalken des Torgehäuses.

In der 30. Minuten näherte sich Herlt gefährlich dem Tor an. Der Torwart lenkte seinen Abschluss zur Ecke. Diese segelte anschließend durch den Strafraum auf die Stirn von Ziegler. Leider schaffte er es nicht, genügend Druck hinter den Ball zu bekommen und so kratzte ihn der Schlussmann von der Linie. In den folgenden Minuten bis zur Pause blieben die Chancen von Liebl, Hofmann, Richter und Herlt ungenutzt. Statistikfanatiker errechneten in der ersten Hälfte Torabschlüsse von 9:0.

Die gut aufgelegte Abwehrkette um Schneider, Wegert, Richter und Löbbert sowie unser Hüter Muschter ließen keine gefährlichen Aktionen zu und vereitelten alle Szenen rechtzeitig.
Demzufolge ging es mit einer 1:0 Führung in die Halbzeitpause.

Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff parierte der Keeper von Braunsdorf den Abschluss aus 6m von Ziegler. Eine schöne Kombination über die rechte Seite mit Hofmann, Liebl und Löbbert ging dieser voraus.

Im weiteren Verlauf der Partie spielten die Gäste stärker auf und scheiterten mehrmalig an unserem Hüter. Dieser parierte einen Kopfball aus kurzer Distanz, wie als könne er mit einem Finger löten und lenkte einen gefährlichen Kopfball über den Querbalken (58. und 65. Spielminute).

Wir schafften es einige gefährliche Entlastungskonter über Schneider zu setzten. Leider stellte sich aber im Endeffekt heraus, dass Schach doch nicht mit Würfeln gespielt wird und Einwürfe von Herlt wie: „Habe mir für den Winter eine zweite Schneeschaufel besorgt, ich parschippe jetzt“, heute fehlschlugen.

Der hohe Druck, spielerischer Art und Weise, der Braunsdorfer hielt bis zur 83 Minute an. Dann schickte Wegert, Hofmann auf die Reise, der fand mit seinem Zuspiel Ziegler. Dieser überlegte nicht lange und lupfte den Ball zu unserem Akkuschrauberverlötungsspezialist Liebl. Mit einer platzierten rechten Klebe in den rechten Tor-Knick, bewies er dass das bei ihm keine Augenringe, sondern die Schatten großer Taten sein Gesicht von letzter Nacht zeichneten. Die umjubelte 2:0 Führung. Da zahlt es sich endlich mal aus, das 1000 Teile Puzzle immer verkehrt herum zu lösen.

Die Hereinnahme von Stürmer Grießbach sollte den dritten Treffer herbeiführen. Gestern noch tätowierte er sich eine Peperoni auf die Stirn. Warum fragte ich ihn vorm Spiel. Er antwortete nur: „Damit bin ich der schärfste auf den Platz“. Klingt logisch. Trainer Schmidt äußerte sich nur mit: „Egal wie gerne du Milchreis isst, Tim mag Grießbrei“!

In der Konklusion blieb es beim verdienten 2:0 Erfolg.

Zusammenfassend kann gesagt, dass unser höher läuferischer und kämpferischer Aufwand am Ende mit drei verdienten Punkten belohnt wurde. An dieser Stelle erwähne ich gerne, dass die Partie auf einem sehr fairen Niveau geführte wurde und die Gäste gute Verlierer darstellten.

Nächste Woche begrüßt uns der Höckendorfer FV 2 zum Derby. Bis dahin hoffe ich, dass ich den Typen finde der mir Eier in meine Schuhe gelegt hat, während ich in der Hüpfburg war. „Werd erwachsen“! Eigentlich hören sie nach einer solchen Aktion von meinem Anwalt, das ist ja aber mittlerweile die Erwachsene-Version von „ich sag es meiner Mama“.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Zuschauern und hoffen auf riesige Unterstützung am 31.10.2019 um 14 Uhr auf dem heimischen Waldsportplatz. Dann heißt es:
Pokal Achtelfinale TSV Seifersdorf (1. Kreisklasse) gegen VFL Pirna Copitz 2 (Landesklasse)!

 

9. Spieltag: Höckendorfer FV - TSV Seifersdorf 2:5 (1:4)

Höckendorfer FV - TSV Seifersdorf           2:5 (1:4)                26.10.2019

Der letzte schöne Spätsommertag wurde standesgemäß auf dem Fußballplatz verbracht. Gestern lud die zweite Vertretung des Höckendorfer FV zum Derby ein.

Das Hinspiel konnte mit 2:0 gewonnen werden. Somit war klar das die Zielstellung 3 Punkte mit nach Seifersdorf zu nehmen lautet.

Ein paar Tage vorher häuften sich die Hiobsbotschaften. Keeper Muschter im Urlaub und Ersatzkeeper Schneider wurde an der Hand operiert. So kam es das Grießbach die eingestaubten Torwarthandschuhe aus dem Keller holen musste. Diese Taten vor vielen Monden schon ihren Dienst auf einigen Borlaser Streuobstwiesen als klein Timmi auf selbigen das kicken erlernte.

Löbbert stand morgens mit Rücken auf, Löbe ist zum Kreisligaurlaub auf Malle, Pschorn (quasi der Erfinder es Enkeltricks) bringt lieber die armen Damen im Pflegeheim um Ihr Erspartes und Wegert fährt lieber mit dem Quad im Kreis. – Das kann ja was werden dachte sich das Trainergespann…

Ebenfalls sollte es heute zum gefürchteten Bruderduell kommen. Lorenzo von Matterhorn gab sich die Ehre seinem kleinen Bruder Vincent „the aggressiv one“ Welde ein paar Schürzen zu verpassen.

Das Spiel begann mit einer Gedenkminute. Auch von dieser Stelle nochmal unser aufrichtiges Beileid und viel Kraft den Angehörigen.

Wir starteten motiviert ins Spiel und kamen bereits innerhalb der ersten 8 Minuten zu drei ziemlich klaren Torgelegenheiten welche aber noch ungenutzt blieben.

Nach 14 Minuten sollte sich das ändern. Eine Ecke von Herltlegte Ziegler per Kopf zu Deutsch auf, welcher gnadenlos aus 10 Metern vollstreckt.

Im direkten Gegenzug kamen die Gastgeber gefährlich in unseren 16er. Deutsch segelte noch im Adrenalinrausch dem Gegner in die Haxen und es gab folgerichtig Strafstoß. Interims Keeper Grießbrei sah schon die versprochene Freibierkiste (wenn er den Kasten sauber hält) dahinschwinden.

So kam es auch. Neubert verwandelte und Höckendorf glich aus.

Wir zeigten uns wenig beeindruckt und gingen gleich wieder in den Angriffsmodus. Leider versauten wir uns viele gute Möglichkeiten, weil wir oft ins Abseits liefen oder beim letzten Pass zu unkonzentriert waren.

So dauerte es bis zur 29. Minute als Alex das längst überfällige 2:1 markieren konnte. Eine schöne Kombination von Kaden und Liebl über die rechte Angriffsseite vollstreckte Alex überlegt ins rechte Eck.

Direkt im nächsten Angriff konnte Ziegler einen schönen Rückpass von Liebl nutzen um auf 3:1 stellen. Der Schuss landete noch an der Unterkante des Querbalkens aber im Nachsetzen köpfte er sicher ein.

Nur zwei Minuten später der nächste Angriff. Löbbert nimmt Welde Junior den Ball ab, spielt auf Ziegler welcher Herlt auf die Reise schickt. Herlt entflieht seinem Gegenspieler und schob überlegt zum 4:1 ein.

Im Publikum wurde gemunkelt so schnell rennt er sonst nur wenn seine Ex hinter Ihm her ist.

Wer weiß…

In den weiteren Zehn Minuten bis zur Pause bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Wir im Angriff und vergaben beste Möglichkeiten und Höckendorf versuchte sich mit langen Bällen zu befreien.

Nach der Pause ließen die Hausherren es sein auf Abseits zu spielen und installierten den guten alten Libero. Unsere Junge Truppe wusste garnicht was los ist als plötzlich einer einfach immer am 16er stehen blieb und hoffte nicht überrannt zu werden.
Wir nahmen ungewollt etwas Tempo aus dem Spiel und das Spiel wurde optisch ausgeglichener.
Unglaublich war immernoch unsere Chancenausbeutung. Wir wollen hier niemanden schlecht reden aber zur 60. Minute hätte es eigentlich schon 10:1 stehen müssen. Unsere Kicker vergaben Chance um Chance oder spielten vielversprechende Angriffe einfach zu überhastet und unkonzentriert aus.

Wie es dann so ist machte sich Unzufriedenheit breit und jeder versuchte auf Krampf noch ein Tor zu erzielen. Jeder der schonmal an das Leder getreten hat weiß, dass es dann erst recht nix wird.

So kam es wie es kommen musste. In der 88. Minute köpfte Scholze einen Eckball auf unseren Kasten. Tim „Der Ball kam aus der Sonne“ Grießbach konnte Ihn leider nicht abwehren. So konnte Höckendorf´s Reserve zum 2:4 verkürzen.

Bei uns wurde der Frust größer und größer. In der 90. Minute gab es nochmal einen Freistoß in zentraler Lage aus gut 30 Metern Entfernung. Kapitän Richter verkündete lautstark „Weg da, den knall ich jetzt rein“. Solche klaren Ansagen gibt’s von Ihm sonst eigentlich nur auf Weibchen Jagd. Aber was soll man sagen, er versenkte Ihn traumhaft. – Den Ball… Zum 5:2…

Absolutes Traumtor!

Kurz danach ertönte auch schon der Schlusspfiff. Alles in allem ging der Sieg völlig in Ordnung, ärgerlich ist nur dass sich unser Aufwand nicht im Torverhältnis wiederspiegelt.

Am Donnerstag, 14 Uhr kommt es nun zum Jahreshighlight auf dem Waldsportplatz. Die Landesklassenvertreter vom VfL Pirna-Copitz sind zum Achtelfinale des Kreispokals zu Gast in Seifersdorf.

Bei einem Duell zwischen Kreisklasse und Landesklasse erwartet natürlich jeder einen zweistelligen Sieg der Pirnaer.

Aber wir kennen da eine richtig geile Truppe mit vielen Fansim Rücken die da gewaltig was dagegen hat! Lasst euch diesen Leckerbissen nicht entgehen und sorgt dafür das Sportlerklausen-Wirt Danny ordentlich ins Schwitzen kommt!

 

Es spielten:

Grießbach - Deutsch (46. Krell) - Richter (C) - Schneider - Löbbert - Welde (46. Hofmann) - Alex - Kaden - Liebl - Ziegler - Herlt

 

Kreispokal-Achtelfinale: TSV Seifersdorf - VfL Pirna-Copitz 2. 2:3 (2:1)

TSV Seifersdorf - VfL Pirna-Copitz 2.           2:3 (2:1)                31.10.2019

Am 31.10.2019 ereignete sich historisches auf dem Waldsportplatz in Seifersdorf. Dagegen wirken Ereignisse, wie der Baubeginn der architektonischen Meisterwerke der Malteraner Schutzhütte oder des Berliner „Willy Brandt“ Flughafens, wie Nichtigkeiten. Am Reformationstag standen sich auf dem Sportplatz der Kreisklassenvertreter aus Seifersdorf und die in der Landesklasse spielende Zweitvertretung vom VFL Pirna Copitz gegenüber. Ein Tag der schon vor 502 Jahre eine besondere geschichtliche Bedeutung einnahm. Fast ein halbes Jahrtausend füllt ein neues Datum die Chroniken des TSV Seifersdorf. Nun von vorn:

Um 14 Uhr Mitteleuropäischer Zeit pfiff das Schiedsrichtergespann pünktlich die Begegnung an. Knapp 300!!! Zuschauer ließen sich das Spektakel nicht entgehen und verbreiteten eine Atmosphäre die im Kreisgebiet seines gleichen sucht. Die Euphorie, welche in die letzte gedopte Alpecin-Haarspitze, wirkte. Mit Beginn des Spiels attackierten wir die Copitzer Verteidigung früh und kamen gleich in den ersten zehn Minuten zu gefährlichen Abschlüssen. Jeder auf dem Platz sprühte vor Motivation. Die Gäste aus Pirna wirkten sichtlich überrascht vom Herbert´schen Forechecking-System und brauchten knapp 20 Minuten, um sich an die örtlichen Gegebenheiten und die atemberaubende Stimmung in Seifersdorf zu gewöhnen. Mit ihrer ersten Aktion stellten sie unsere Hintermannschaft vor gehörige Probleme. Einen strammen Schuss kratzte Außenverteidiger Schneider von der Linie. Da macht es sich endlich bezahlt, den Fifa-Controller immer falsch herum zu halten. In den nachfolgenden Minuten näherten sich Herlt und Liebl dem Pirnaer Gehäuse an.

In der 31. Minute war es dann soweit, nach einer starken Balleroberung von Hofmann am gegnerischen 16ner steckte er den Ball auf Ziegler, welcher sich aus 16m nicht die Salami von seinen Schuhen, der Größe 36 ½, nehmen ließ und den Ball ins Tor einnetzte. Kurze Stille und dann grenzenloser Jubel. Hätte ich vorher lieber mal meine Bitcoins bei Tipico auf unseren Stürmer angelegt und nicht auf den Bayern Sieg getippt. Keine sieben Zeigerumdrehungen vergingen bevor  Ziegler einen abgefälschten Schuss aus 14,53m über den Gästehüter ins Angel lupfte. In Seifersdorf gab es kein Halten, niemand der Zuschauer saß, riesiger Freudentaumel über die bis dahin unerwartete, aber verdiente 2:0 Führung. Bis zur 40. Minute hielt unsere Abwehrkette um Schneider, Wegert, Richter und Löbbert den Angriffen stand. Unser Mittelfeldmotor Strzebin verteilte die Bälle geschickt zwischen unseren Reihen. Hüter Muschter verhinderte lange Bälle durch geschicktes rauslaufen und leite so gefährlichen Konteraktionen über Strzebin und Alex ein. In der 45. Minute entschied der Schiedsrichter auf Freistoß am linken Strafraumeck. Zum ungünstigsten psychologischen Zeitpunkt verwandelte Nemitz diesen ins lange Eck.

Der Pausenstand lautete 2:1 aus unserer Sicht.

Nach der Halbzeit begann der Copitzer Sturmlauf auf unsere Verteidigung. Mit den Hereinnahmen von deren Kapitän und Mittelfeldregisseur kippten die Spielanteile auf die Seite der Landesklassenmannschaft. Sie fanden in den ersten zwanzig Minuten kein probates Mittel unsere Kette zu knacken, oder scheiterten an unserem Keeper Muschter. In der 66. Spielminute überlupfte der Pirnaer Angreifer Muschter und der Ball nahm seinen Lauf Richtung Ausgleich. Mit einem sehenswerten und eingesprungenen Fallrückzieher klärte Schneider das Spielgerät an die Unterkante der Latte. Eine Aktion, die auf Youtube bestimmt trenden wird. Erneut bewies er, dass seine zahlreichen Dehnkurse und Schlangenmenschentutorials Wirkung zeigen. Nach der Verhinderung des sicher geglaubten Tores, übernahmen wir für ein paar Minuten wieder das Zepter des Spiels und verpassten knapp die 3:1 Führung durch Alex. In der 75. Minute glich Braune für die Copitzer aus. Wir kämpften bis zum Umfallen und hauten alles in jeden Zweikampf. Leider stand Friebel nach einem Freistoß goldrichtig und schob aus kurzer Distanz zum 3:2 ein. In den nachfolgenden Minuten versuchten unsere Mannen alles, um das Tor für die Verlängerung aufzustoßen. Leider vergebens. Demzufolge beendet Referee Schmiedeke die Partie mit dem Stand von 3:2 für Pirna Copitz.

Die Zuschauer zollten den Seifersdorfer Kickern tosenden Applaus. Erst einen Tag später realisierten wir, welche unglaubliche Leistung wir an diesem 31.10.2019 zeigten.

 

Nachfolgend ein riesiges Dankeschön an die 300 Zuschauer. Es war uns ein Fest. Atemberaubend!!! So etwas hat es noch nie in Seifersdorf gegeben! Wir sind nicht nur eine unglaubliche Mannschaft, sondern ein geiler Verein und ein atemberaubendes Dorf!

An dieser Stelle bedanken wir uns auch beim kompletten Ausschankteam für eure große Hilfe und Unterstützung.

Dem immer fairen und aufgeschlossenen Fußballteam vom VFL Pirna Copitz 2 wünschen wir viel Erfolg in der Liga und dem Pokal. Danke für einen wahren Pokalkrimi!

 

Es spielten:

Muschter

Schneider - Wegert – Richter (C) – Löbbert

Strzebin – Alex – Hofmann (Kaden)

Liebl – Ziegler – Herlt (Pschorn)

 

10. Spieltag: TSV Seifersdorf - TSV Kreischa 2. 2:2 (1:0)

Höckendorfer FV - TSV Seifersdorf           2:2 (1:0)                10.11.2019

Spielbericht folgt!

 

11. Spieltag: VS Limbach - TSV Seifersdorf 0:3 (0:1)

VS Limbach - TSV Seifersdorf           0:3 (0:1)                24.11.2019

Nach der verspielten 2:0 Führung gegen Kreischa vor rund 14 Tagen häuften sich anschließend die Mails in meinem Postfach aufgrund des ausbleibenden Spielberichts. Diverse IT-Girls und halbnackte Harlem-Shake tanzenden Groupies vor meiner Haustür, lieferten mir schlaflose Nächte und lenkten vom Uni-Alltag ab! An dieser Stelle kann ich die Pressevertreter der Lokalzeitungen und MDR Figaro Hipster beruhigen… Zum Abschluss des Jahres gibt es nochmal einen Spielbericht vom letzten Punktspiel der Hinrunde. Seht es als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Ich weiß mein geschriebener Stumpfsinn schafft es wahrscheinlich nicht einmal in das Reiseprospekt von Lidl, aber gut… Wer für das Jahr 2020 noch Geschenk sucht… Im kommenden Sommer erscheint ein Buch über unsere Spielberichte. Wer jetzt schon eins reservieren will, denn die Dinger gehen schneller fort als rote Bananen, einfach den #seifersdorfisback auf eurem Dampferprofil teilen. Viel fragen sich, wie schaffen es die Seifersdorfer ein Buch zu finanzieren? Ohne die börsentaktischen Griffe unseres Ersatz-Kassenwart Pschorn wären wir, aber glaube auch ratlos. In den beiden Wochen vor dem Spiel ereigneten sich abermals bizarre Situationen, die hier nachfolgend kurz Aufführung finden.

Meine alten Sauffreunde meinten gestern Abend ich sei zu langweilig und zu brav geworden, mir ist vor Schreck fast die Häkelnadel in den Kamillentee gefallen. Deswegen erzählte ich ihnen von ein paar Geschichten aus dem Fußballverein.

Coach Schmidt, welcher sich schon seit Ende März im Weihnachtsfieber befindet, verwirrte die Verkäufer im örtlichen Ikea. „Attention please“ entgegnete er der blonden Kassiererin. In Wirklichkeit angelsächselt er „ a tännchen please“. Wiedermal die Schaukel zu nah an die Wand gehangen Buutz!!!

Pschorn verzückte die weiblichen Anhänger erneut mit seinem zauberhaften Lächeln. Kein Wunder zu Weihnachten blüht er, anlässlich des „Fests der Libido“ sichtlich auf. Er verführt seine Dates mit der Anmache: „Du und ich, Hand in Hand zum Dönerstand“. Kann man machen, muss man aber nicht! Die Tinderbereiber werden sich aufgrund seiner Anmeldung freuen. Seid gewarnt keiner ist mehr vor seinen Matches sicher.

Auch das Telefon des Pizzalieferdienstes Kaden klingelt in der Dezemberzeit häufiger. Nicht das zunehmend kalte und nasse Wetter, mit einhergehender Essenbestellung, ist hierfür der Grund. Sein neues Tattoo auf der linken Pobacke mit einem Zwerg, welcher eine leere Schubkarre schiebt und auf der rechten Backe mit einer vollen Karre zusehen ist (in der Bewegung sieht es aus, als würde der Zwerg in den Stollen einfahren und wieder rauskommen), stellt die Ursache für viele Messeauftritte dar.

Trainer Herrmann erhielt ein Telegram mit einer Einladung zu Markus Lanz. In der von der jüngeren Bevölkerung bevorzugten Sendung, sollte er einige gruppen- und mannschaftstaktische Aspekte darlegen. „Nach der verkorksten Partie gegen Kreischa gilt es darum, auch die Zwiebel auch mal mit offenen Augen zu schneiden oder Orangen und Kiwi mit Schale zu essen. Weil von nichts wird nichts. Wenn die Stiftung Warentest Vibratoren testet ist auch befriedigend in diesem Fall nicht das beste Bewertungsergebnis“. 

Nun zum Spiel: Schiedsrichter Schulze pfiff fast pünktlich um 14 Uhr an. Die mitgereisten Zuschauer sahen in den ersten 10 Minuten sichtlich nervöse Seifersdorfer. Wir spielten eher nach dem System destruktive Hektik, ersetzt geistige Windstille.  Auf dem hohen Geläuf gestaltete es sich schwierig, genau Bälle zu spielen. Demzufolge versuchten wir es durch halbhohe und unkontrollierte Diagonalbälle. Es dauerte einige Minuten bis erste Torannäherungen von Herlt, Ziegler und Liebl scheiterten. Mit steigender Spieldauer erhöhten wir den Druck auf die Abwehr von Limbach und scheiterten bis 30. Minute an unserem eigenen Vermögen bei der Chancenverwertung. Der Limbacher Keeper vereitelte die mehrmaligen Abschlüsse von Liebl, Ziegler und Alex großartig. In der 30. Minute zauberte Linksverteidiger Pschorn den Ball aus dem Halbfeld perfekt auf den Fuß von Ziegler. Dieser pflückte das runde Leder sehenswert aus der Luft herunter und netzte zur verdienten Führung ein. Pschorni deine Brieftaube mit der Bitte, deinen gedroschenen Flugball schön zu umschreiben, ist bei mir in Jena angekommen. Ich hoffe die Formulierung frohlockt dein Gemüt ;)!

Bis zur Halbzeit erarbeiteten wir uns weitere Abschlüsse, aber vergaben diese abermals. Das Mittelfeld um Alex, Hofmann und Richter kam an diesem Tag kaum zur Wirkung. Ihre Abstimmung wirkte wie die letzten Worte eines A-Klasse Fahrers „Uupps ein Elch“!

Mit einer 1:0 Führung aus unserer Sicht ging es in die Halbzeitpause.

Die laute Kabinenansprache vom Trainerteam zeigte in den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff Wirkung. Die Hereinnahmen von Dittrich und Grießbach sollten die Offensivabteilung ankurbeln. In der 58. Minuten scheiterte Wegert mit einem Kopfball aus kurzer Distanz. Keine zwei Zeigerumdrehung prüfte Herlt in Sardinenmanier: „Ich bin meinem Schwarm egal und schwimme jetzt alleine“, den Hüter der Gäste. Ich würde gerne alle Chancen aufführen. Aber das würde einfach die Länge meines Reiseprospekts sprengen. Coach Herrmann stellte sich während des Spiels verschiedene rhetorische Fragen, die er für seine Moderationskarten beim weihnachtlichen Bingo mit den Zahlen 1-5 dringend noch beantworten musste. Mit etwas Glück schob mir jemand diese Ergüsse zu.

  • Warum werden Rundschreiben eigentlich in einem eckigen Umschlag verschickt?
  • Ist eine Gesichtscreme die 20 Jahre jünger macht für einen 18-jährigen lebensgefährlich?
  • Schimmelt schmutziges Geschirr auch in der Gefriertruhe?

Ab der 70. Minuten näherte sich Limbach mehrmals gefährlich unserem  Gehäuse an. Die Abschlüsse vereitelte unser gut mitspielender Keeper Muschter oder die Abwehrkette um Schneider und Deutsch blockte die Aktionen. In der 76. Minute foult ein Verteidiger Wegert und der Referee entschied auf Strafstoß. Diese verwandelte Ziegler erst im Nachsetzen. Wahrscheinlich fragte er sich bei der Ausführung nach den 5 Sinne des Menschen und entschied sich für die Antworten: Schwachsinn, Stumpfsinn, Wahnsinn, Unsinn und Blödsinn. Zu seinem Glück ließ der Keeper seinen Schuss prallen und er schob ihn rechts unten ein. Schade, da war kurz die Kiste zur Weihnachtsfeier im Anflug…

Keine zwei Minuten später stoppte der Kapitän von Limbach, Richter im Strafraum. Erneut pfiff der Unparteiische. Es folgten laute Proteste der Limbacher. Ihr Kapitän gab sehr fair den Kontakt zu und Hofmann verlud den Keeper und schob flach rechts zur 3:0 Führung ein. In den verbleibenden Minuten schafften wir es nicht die Führung weiter auszubauen. Pünktlich und mit dem Endstand von 3:0 beendete der Schiri die Partie.

Wir bedanken uns bei dem sehr fairen Gegner aus Limbach, bei den mitgereisten Fans und wünschen allen da draußen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest mit euren Familien. Denkt zu Weihnachten immer daran, Bier hinterlässt keine Rotweinflecken. Noch etwas zum Abschluss, an die Person, die mir neulich beim Barbier meine Daunenjacke geklaut hat, du kannst dich warmanziehen! Also in diesem Sinne: Lieber rumtrinken, als rumsitzen.

Es spielten:

Muschter

Pschorn (Grießbach) – Wegert – Schneider – Deutsch (Krell)

Hofmann– Alex – Richter (C)

Herlt– Ziegler – Liebl (Dittrich)